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Lage |
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Die
Gemeinde Bochnia liegt an der Grenze von zwei geographischen
Landschaften: Kotlina Sandomierska (das Gesenke von Sandomierz)
im Nordteil der Gemeinde und Pogórze Wiśnickie (das
Gebirgsvorland von Wieliczka) im Südteil der Gemeinde. Die
Gemeinde umfasst 31 Ortschaften und ist 130 Quadratkilometer
groß. Es leben hier über 18 000 Einwohner. Die Gemeinde streckt
sich etwa 50 km die Raba- und Stradomkaflüsse und ihre Zuflüsse
entlang aus. In der Mitte durchschneiden die Gemeinde eine
internationale Straße E-4 Dresden-Krakau-Lwow, eine
Eisenbahnlinie und in der nächsten Zukunft kommt dazu noch eine
Autobahn A-4. Ein internationaler Flughafen Krakau-Balice ist 40
km von der Gemeinde entfernt. |
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Die
schöne und abwechslungsreiche Landschaft bilden im Norden flache
Felder und Wiesen, die im Rabatal (mit dem größten Waldgebiet:
Puszcza Niepołomicka- der Niepołomicki Urwald) liegen. Im Süden
findet man dagegen malerische, gebirgige Gebiete, von denen man
Beskid Wyspowy (Beskiden) oder beim guten Wetter das Tatra- oder
Pieninygebirge bewundern kann. |
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Geschichte
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Wenn es um eine geschichtliche
Attraktivität geht, gehört die Gemeinde Bochnia zu den
interessantesten in Kleinpolen. Die Besiedlung der Zeit des
Stammes Wiślanie blühte in zwei nicht weit voneinander
entfernten Zentren: Łapczyca und Chełm auf. Łapczyca (als
Labscicia et cum sale- Łapczyca mit Salz) wurde in der Bulle des
Kardinals Idzi aus dem Jahre 1105 als Teil des Eigentums von
Benediktinern aus Tyniec erwähnt. Łapczyca ist ein Dorf mit der
ältesten in Bochniauer Gegend Geschichte. Es ist eine der
ältesten Ortschaften in Südpolen und das Hauptzentrum des
Bochniauer Siedlungsgebiets. Es gibt dort Überreste einer
mittelalterlichen großen Burg, die sich vom 9. bis zum 11.
Jahrhundert ihrer Pracht erfreute. Einen hohen geschichtlichen
Wert hat eine gothische Kirche aus dem Jahre 1360, die in
Łapczyca am geschichtlichen Bergsteinweg (später königlich
genannt, heute Via Regia Antiqua) liegt und die vom König (Kasimir
der Große) als Bußgabe gestiftet wurde. Seit dem Jahre 1849
wallfahren die Menschen in diese Kirche jedes Jahr zur
Erinnerung an den Wunderschutz der Stadt vor der Choleraepidemie. |
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Der
Jerusalempatriarch Monachus ist der Autor des im Jahre 1198
entstandenen Dokuments. Aus dem Dokument ergibt sich, dass der
Machthaber Mikor aus dem Grifitstamm dem Orden Bożogrobcy das
Dorf Chełm mit der Kirche, Zehnten, dem Markt und dem Wirtshaus
schenkte. Das Salz- der große Naturbodenschatz der Bochniauer
Gegend trug zur Entwicklung der Dörfer und im Endeffekt zur
Entstehung der Stadt Bochnia bei, die nach dem Magdeburger Recht
seit dem Jahre 1253 funktioniert. Seit dem Jahre 1999 gibt es in
Chełm das Pfarrmuseum vom Orden der Wächter des Gottesgrabes
(Bożogrobcy). Der Museumbegründer und Verwalter der Sammlungen
ist der Pfarrer der Johannestäufergeburtskirche - Antoni Tworek.
Die wertvollsten Ausstellungsstücke sind: mit Gold- und
Silberfaden ausgenähte Meßgewänder aus den 17. und 18.
Jahrhunderten, ein Schaugefäß für die geweite Hostie und eine
Büchse aus den 17. und 18. Jahrhunderten. Der Teil davon ist im
Glockenturm zu finden. Seit dem Jahre 2004 funktioniert hier
eine Kunstgalerie „Chełm“. Jedes Jahr findet im Dorf ein Fest
„Wianki Świętojańskie“ am Rabafluss statt. Es ist eine große
Veranstaltung, die Elemente der Heidentradition und des
Christenfestes Johannes des Täufers miteinander verbindet. In
Bessów (im Norden der Gemeinde) erhielten sich auch die
Siedlungsspuren aus den 4. und 5. Jahrhunderten u. Z., Keramik,
Überreste der kleinen primitiven Schmelzöfen mit Blasebalg.
Diese Öfen dienten zum Schmelzen von Eisen und Bauerngeräten. In
den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurden hier viele
sensationelle archäologische Entdeckungen gemacht, dank denen
das Dorf „Eldorado“ für Wissenschaftler ist. In der
Nachbarortschaft Cerekiew haben sich, nach einer Sage,
Tatarenkämpfer niedergelassen, die mit ihrem Khan im 13. Jh.
Polen überfallen hatten. |
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Sehr
alt ist auch eine Ortschaft Brzeźnica (zum ersten Mal erwähnt im
Jahre 1242). Sie liegt im Osten der Gemeinde. Seit dem Jahre
1282 und viele Jahre danach war sie eine Stadt. Als der Heilige
Stanislaus, nach einer Sage, als Krakauer Bischof vom König (
Bolesław der Tapfere) verfolgt war und aus Krakau floh,
weigerten ihm hiesige Einwohner Wasser und Übernachtung. Nach
der Nacht, die er in einem Heuschober verbracht hatte, bettete
er und schlug mit seinem Stock zu Boden. Seit der Zeit fließt
kristallsauberes Wasser an diesem Platz bis zur heutigen Zeit,
das von vielen Einwohnern für „gerecht“ gehalten ist. Zu den
anderen historischen Ortschaften gehören auch Krzyżanowice,
Nieszkowice, Bogucice, Pogwizdów und am Rande vom Niepołomicki
Urwald gelegener Ort Stanisławice. Die erste Urwalderwähnung
stammt aus einem Dokument aus dem Jahre 1242. Damals nannte man
ihn der Wald Kłaj. Im Jahre 1393 erscheint der Name: der
Niepołomicki Wald, und im Jahre 1441 wurde zum ersten Mal der
Name Puszcza Niepołomicka (der Niepołomicki Urwald) benutzt. Der
Name „Niepołomicki“ stammt von einem altpolnischen Wort
„niepołominy“, was etwas Hartes und Unzerstörbares bedeutete.
Die ganze Zeit gehörte der Urwald dem Staat- erst den Königen
von Polen (der 13.-18. Jh.) und nach den Teilungen wurde er
wieder zum Staatseigentum. Viele Jahrhunderte war der Urwald das
beste Jagdgebiet, das von Polens Königen beliebt war. Den
Urwaldweg, den man „königlich“ nannte, benutzten polnische
Könige: Kazimierz Wielki (Kasimir der Große), Władysław Jagiełło
(Ladislaus der Jagiellone), Zygmunt Stary (Sigismundus der
Alte), Zygmunt August (Sigismundus Augustus), Stefan Batory,
August II Sas (August der Zweite- Sachse). Damals wurde hier
eine Hochjagd gemacht. Man jagte nach: Bären, Wildschweinen,
Auerochsen, Elchen, Hirschen, Wisenten und Wölfen.
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Viele Einwohner der Bochniauer Gemeinde sind im Kampf um
Staatsunabhängigkeit ums Leben gekommen und viele haben zu
Polens Unabhängigkeitsgewinnung beigetragen. Besonders bekannt
war u. a. Józef Chwałkowski, der am Januaraufstand teilgenommen
hat und der dabei ums Leben gekommen ist. Seine Spitzsäule
befindet sich im Zentrum von Łapczyca. Höchstinteressant ist
auch die Geschichte von Gawłów. Gawłów war bis zum Jahre 1945
von deutschen Ansiedlern und ihren Nachkommen bewohnt, die sich
während der Josephinismus` Ansiedlung nach der ersten Teilung
von Polen hier niedergelassen haben. Bis zum Zweiten Weltkrieg
funktionierte in einer Nachbarortschaft eine deutsche Schule.
Bemerkenswert ist auch das, dass polnisches und deutsches Volk
anderthalb Jahrhunderte in voller Harmonie und Ehre zusammen
gelebt haben. Während des 2. Weltkrieges kam es auf dem
Bochniauer Gebiet zu vielen tragischen Ereignissen. Am 10.
September 1939 fand ein Waffenkampf am Rande des Niepołomicki
Urwaldes statt. Über 50 Soldaten, die der Krakauer Armee
angehörten, kamen damals ums Leben. Ein anderes Drama spielte
sich am 25. August 1942 in Baczków ab. Über 500 Juden wurden
wegen der Ghettoliquidierung von den Deutschen erschossen. Am
Rande des Urwaldes gibt es heute Denkmäler zur Erinnerung an
dieses Ereignis. In Nieszkowice Wielkie gibt es dagegen ein
Denkmal der Fliegergruppe „Liberator“, die im Warschauer
Aufstand den Aufständischen mitgeholfen hat. In Grabina haben
Faschisten im Januar 1945 das ganze Dorf pazifiziert und sie
haben viele Einwohner erschossen. |
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Via Regia Antiqua |
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Die interessanteste Trasse in Bochniauer Gemeinde ist Via Regia
Antiqua. Dieser geschichtliche Weg ist ein Teil vom
Bergsteinweg, der auch Königsweg genannt war. Er verband als
Verkehrs- und Handelsweg im 12. Jh. Europa mit Ungarn und
Ruthenenland. Die kaufmännischen Karawanen zogen hier mit ihren
Wagen, die mit Bochniauer Salz, Gewändern aus Flandern,
Ostseebernsteinen, Kupfer und Wein aus Ungarn beladen waren. Man
konnte hier sogar ein fürstliches oder königliches Gefolge
treffen, das sich nach Krakau (damalige Hauptstadt) begab. Der
Weg verbindet Bochnia, zwei uralte Ortschaften: Łapczyca und
Chełm und Moszczenica mit seiner wilden Landschaft. Es gab hier
vor vielen Jahren Weinberge. Einer der Hügel trägt sogar den
Namen „Weinberg“. Von diesem besonderen Weg kann man den
Durchbruch des Rabaflusses, den Niepołomicki Urwald und die
Landschaften von Beskid Wyspowy (Beskiden) und Tatrabergen
bewundern. Es gibt hier viele Sehenswürdigkeiten. Zu diesen
gehört die gothische Kirche in Łapczyca aus dem Jahre 1340, die
von Kasimir dem Großen gestiftet wurde (als Buße für die
Liebesbeziehungen mit einer schönen Jüdin Esterka aus
Kazimierz). Bis zum Jahre 1733 war das eine Pfarrkirche. Am
Anfang des 19. Jahrhunderts wurde diese Kirche geschlossen und
teilweise von Okupanten zerstört, die nach Schätzen suchten.
Heutzutage funktioniert die Kirche als eine Kapelle.
Ursprünglich hatte das Gebäude zwei Schiffe mit einem
Sterngewölbe, das durch zwei Pfeiler gestützt war. Heute ist das
ein Scheingewölbe. Die Kirche hat auch sehr dünne, behauene
Mauern. Am Eingang gibt es spitzbogige Steinportale aus dem 15.
Jh. Die Kirche ist von einem Kranz der alten Linden
(Naturdenkmäler) umgeben. Neben der Kirche gibt es ein hölzerner
Eisbrecherglockenturm aus dem 18. Jh. Jedes Jahr wallfahrten die
Menschen hierher im Juli zum Fest von Skapuliergottesmutter zur
Erinnerung an die Rettung vor der Choleraepidemie im Jahre 1849.
Die Kirche des Bożogrobcy Ordens aus dem 17. Jh. wurde in Chełm
in den Jahren 1738-1749 im Barockstil am Platz von zwei
ehemaligen Holzkirchen errichtet. Sie und der Glockenturm, in
dem sich das Pfarrmuseum befindet, zeugen von der Größe der
Pfarrgemeinde, die über 800 Jahre alt ist. In der Sakristei kann
man eine Waldmalerei aus dem 18. Jh. sehen, die die Mönche aus
Chełm schildert. An die Gründer der Pfarrgemeinde erinnern auch
Doppelkreuze, die das Kirchendach und den Glockenturm kränzen.
Von großer Bedeutung ist auch das Museum der Gottesgrabschützer,
in dem sich wertvolle Ausstellungsstücke (aus den 16.-20. Jh.)
befinden.U.a.: Meßgewändersammlung (aus den 17.-19. Jh.), alte
liturgische Bücher, einzigartige Pfarrchroniken aus dem 16. Jh.,
vom 17. Jh. geführte Pfarrbücher, Bestandsverzeichnisse,
Entwürfe, Landkarten, Meßbücher und viele andere. Die aus dem
Jahre 1751 stammende Holzfigur von Jan Nepomucen und ein
modernes Flachrelief, das den Ursprung der Pfarrgemeinde
schildert, sind die wichtigsten Ausstellungsstücke des
Glockenturms. |
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Touristenanziehungspunkten |
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Die Herberge und der Skilift in Wola Nieszkowska
Die 10 km von Bochnia entfernte Herberge liegt 350 m ü. M. Sie steht das
ganze Jahr über den Touristen zur Verfügung. Sie verfügt über 20
Schlafplätze, eine Küche, einen Kaminraum, einen Jugendklub. Es gibt
dort auch einen Grillplatz und einen Lagerfeuerplatz. Am Nordbergabhang,
der 500 m lang ist, befindet sich der Skilift. Im Winter ist der
Bergabhang beleuchtet und künstlich beschneit. Nach Wola Nieszkowska
kann man mit dem Bus Nr 2 kommen, der vom Bochnia- Zentrum abfährt. Die
Fahrt dauert 15 Minuten. Man kann auch mit einem eigenen Auto kommen,
denn in Wola gibt es zwei Parkplätze (neben der Herberge und am
Bergabhangfuß). |
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Die
Schwimmhalle in Proszówki
In
Proszówki, an der Straße Bochnia- Zielona befindet sich eine
Schwimmhalle, die mit Sonnenkollektoren beheizt ist (einzig in
Kleinpolen), Sportplätze und Tennisplätze. Im Winter funktioniert hier
auch ein Kunsteisfeld mit Schlittschuhausleihstation. Die Übernachtung
ist auch möglich, und dabei das Organisieren „der Grünen Schule“. Die
Schwimmhalle ist nicht groß, aber sehr modern. Das Schwimmbad ist 25 m
lang und 12,5 m breit (6 Fachwasser) und 1,2m-1,8m tief und besitzt ein
Zertifikat des Polnischen Schwimmverbands für Veranstaltung vom
Wettschwimmen. Ein Erholungsschwimmbad 12x6m macht den Benutzern auch
Spaß. Es wurde mit Wassermassagegeräten ausgestattet. Wärmeres Wasser
ist vor allem bei den Jüngsten beliebt. Im Rehabilitationsschwimmbad für
12 Personen gibt es Jodbromsalzwasser von einer Lagerstätte in Łapczyca.
Am Schwimmbad gibt es auch eine 48m lange Rutsche. An der Schwimmhalle
gibt es einen großen Parkplatz. Mit den Bussen Nr 7 und 8 kommt man vom
Bochnia-Zentrum zur Schwimmhalle. |
Fischwirtschaft NEPTUN
In Nieprześnia (in der Nähe vom Weg Pogwizdów-Sobolów)
befindet sich eine Fischwirtschaft „Neptun“, die durch Agrotourismus
bekannt ist. Die Kommenden können hier angeln, Wasserrad oder Boot
fahren und abends am gebratenen Fisch sitzen und sich amüsieren.
Restaurierte Adelherrhöfe in Nieprześnia passen sehr gut zur Landschaf |
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Radwege
Die Schönheit der Bochniauer Gegend kann man auch bewundern, indem man
eine Radtour unternimmt. Bemerkenswert sind folgende Strecken: -„Die
obere Landstraße“- Górny Gościniec, die von Bochnia duch Łapczyca nach
Chełm führt. Man kann hier außer Sehenswürdigkeiten auch Rabas
Flussschleife und den Niepołomicki Urwald bewundern.
-der Weg Czyżyczka- Berdychów, der Gierczyce und Pogwizdów verbindet.
Hier sieht ma Beskid Wyspowy (Beskiden) und Via Regia Antiqua.
- der Lößengpaß von Gorzków nach Brzeźnica, der auch viele Radfahrer und
Spazierende verlockt. - der Weg von Buczyna nach Stradomka ist sehr
steil. Dank der wunderschönen Landschaften werden wir schöne
Erinnerungen haben.
- Radwege um den Niepołomicki Urwald herum sind auch bei allen beliebt.
Sie zeigen uns die Schönheit der Natur. |
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