Urząd Gminy w Bochni;  ul. Kazimierza Wielkiego 26;  32-700;  tel. /014/ 6123333;   fax /014/ 6119922  . : www.bochnia-gmina.pl : .

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Lage

     Die Gemeinde Bochnia liegt an der Grenze von zwei geographischen Landschaften: Kotlina Sandomierska (das Gesenke von Sandomierz) im Nordteil der Gemeinde und Pogórze Wiśnickie (das Gebirgsvorland von Wieliczka) im Südteil der Gemeinde. Die Gemeinde umfasst 31 Ortschaften und ist 130 Quadratkilometer groß. Es leben hier über 18 000 Einwohner. Die Gemeinde streckt sich etwa 50 km die Raba- und Stradomkaflüsse und ihre Zuflüsse entlang aus. In der Mitte durchschneiden die Gemeinde eine internationale Straße E-4 Dresden-Krakau-Lwow, eine Eisenbahnlinie und in der nächsten Zukunft kommt dazu noch eine Autobahn A-4. Ein internationaler Flughafen Krakau-Balice ist 40 km von der Gemeinde entfernt.

    Die schöne und abwechslungsreiche Landschaft bilden im Norden flache Felder und Wiesen, die im Rabatal (mit dem größten Waldgebiet: Puszcza Niepołomicka- der Niepołomicki Urwald) liegen. Im Süden findet man dagegen malerische, gebirgige Gebiete, von denen man Beskid Wyspowy (Beskiden) oder beim guten Wetter das Tatra- oder Pieninygebirge bewundern kann.

       Geschichte

      Wenn es um eine geschichtliche Attraktivität geht, gehört die Gemeinde Bochnia zu den interessantesten in Kleinpolen. Die Besiedlung der Zeit des Stammes Wiślanie blühte in zwei nicht weit voneinander entfernten Zentren: Łapczyca und Chełm auf. Łapczyca (als Labscicia et cum sale- Łapczyca mit Salz) wurde in der Bulle des Kardinals Idzi aus dem Jahre 1105 als Teil des Eigentums von Benediktinern aus Tyniec erwähnt. Łapczyca ist ein Dorf mit der ältesten in Bochniauer Gegend Geschichte. Es ist eine der ältesten Ortschaften in Südpolen und das Hauptzentrum des Bochniauer Siedlungsgebiets. Es gibt dort Überreste einer mittelalterlichen großen Burg, die sich vom 9. bis zum 11. Jahrhundert ihrer Pracht erfreute. Einen hohen geschichtlichen Wert hat eine gothische Kirche aus dem Jahre 1360, die in Łapczyca am geschichtlichen Bergsteinweg (später königlich genannt, heute Via Regia Antiqua) liegt und die vom König (Kasimir der Große) als Bußgabe gestiftet wurde. Seit dem Jahre 1849 wallfahren die Menschen in diese Kirche jedes Jahr zur Erinnerung an den Wunderschutz der Stadt vor der Choleraepidemie.

      Der Jerusalempatriarch Monachus ist der Autor des im Jahre 1198 entstandenen Dokuments. Aus dem Dokument ergibt sich, dass der Machthaber Mikor aus dem Grifitstamm dem Orden Bożogrobcy das Dorf Chełm mit der Kirche, Zehnten, dem Markt und dem Wirtshaus schenkte. Das Salz- der große Naturbodenschatz der Bochniauer Gegend trug zur Entwicklung der Dörfer und im Endeffekt zur Entstehung der Stadt Bochnia bei, die nach dem Magdeburger Recht seit dem Jahre 1253 funktioniert. Seit dem Jahre 1999 gibt es in Chełm das Pfarrmuseum vom Orden der Wächter des Gottesgrabes (Bożogrobcy). Der Museumbegründer und Verwalter der Sammlungen ist der Pfarrer der Johannestäufergeburtskirche - Antoni Tworek. Die wertvollsten Ausstellungsstücke sind: mit Gold- und Silberfaden ausgenähte Meßgewänder aus den 17. und 18. Jahrhunderten, ein Schaugefäß für die geweite Hostie und eine Büchse aus den 17. und 18. Jahrhunderten. Der Teil davon ist im Glockenturm zu finden. Seit dem Jahre 2004 funktioniert hier eine Kunstgalerie „Chełm“. Jedes Jahr findet im Dorf ein Fest „Wianki Świętojańskie“ am Rabafluss statt. Es ist eine große Veranstaltung, die Elemente der Heidentradition und des Christenfestes Johannes des Täufers miteinander verbindet. In Bessów (im Norden der Gemeinde) erhielten sich auch die Siedlungsspuren aus den 4. und 5. Jahrhunderten u. Z., Keramik, Überreste der kleinen primitiven Schmelzöfen mit Blasebalg. Diese Öfen dienten zum Schmelzen von Eisen und Bauerngeräten. In den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurden hier viele sensationelle archäologische Entdeckungen gemacht, dank denen das Dorf „Eldorado“ für Wissenschaftler ist. In der Nachbarortschaft Cerekiew haben sich, nach einer Sage, Tatarenkämpfer niedergelassen, die mit ihrem Khan im 13. Jh. Polen überfallen hatten.
     Sehr alt ist auch eine Ortschaft Brzeźnica (zum ersten Mal erwähnt im Jahre 1242). Sie liegt im Osten der Gemeinde. Seit dem Jahre 1282 und viele Jahre danach war sie eine Stadt. Als der Heilige Stanislaus, nach einer Sage, als Krakauer Bischof vom König ( Bolesław der Tapfere) verfolgt war und aus Krakau floh, weigerten ihm hiesige Einwohner Wasser und Übernachtung. Nach der Nacht, die er in einem Heuschober verbracht hatte, bettete er und schlug mit seinem Stock zu Boden. Seit der Zeit fließt kristallsauberes Wasser an diesem Platz bis zur heutigen Zeit, das von vielen Einwohnern für „gerecht“ gehalten ist. Zu den anderen historischen Ortschaften gehören auch Krzyżanowice, Nieszkowice, Bogucice, Pogwizdów und am Rande vom Niepołomicki Urwald gelegener Ort Stanisławice. Die erste Urwalderwähnung stammt aus einem Dokument aus dem Jahre 1242. Damals nannte man ihn der Wald Kłaj. Im Jahre 1393 erscheint der Name: der Niepołomicki Wald, und im Jahre 1441 wurde zum ersten Mal der Name Puszcza Niepołomicka (der Niepołomicki Urwald) benutzt. Der Name „Niepołomicki“ stammt von einem altpolnischen Wort „niepołominy“, was etwas Hartes und Unzerstörbares bedeutete. Die ganze Zeit gehörte der Urwald dem Staat- erst den Königen von Polen (der 13.-18. Jh.) und nach den Teilungen wurde er wieder zum Staatseigentum. Viele Jahrhunderte war der Urwald das beste Jagdgebiet, das von Polens Königen beliebt war. Den Urwaldweg, den man „königlich“ nannte, benutzten polnische Könige: Kazimierz Wielki (Kasimir der Große), Władysław Jagiełło (Ladislaus der Jagiellone), Zygmunt Stary (Sigismundus der Alte), Zygmunt August (Sigismundus Augustus), Stefan Batory, August II Sas (August der Zweite- Sachse). Damals wurde hier eine Hochjagd gemacht. Man jagte nach: Bären, Wildschweinen, Auerochsen, Elchen, Hirschen, Wisenten und Wölfen.
    Viele Einwohner der Bochniauer Gemeinde sind im Kampf um Staatsunabhängigkeit ums Leben gekommen und viele haben zu Polens Unabhängigkeitsgewinnung beigetragen. Besonders bekannt war u. a. Józef Chwałkowski, der am Januaraufstand teilgenommen hat und der dabei ums Leben gekommen ist. Seine Spitzsäule befindet sich im Zentrum von Łapczyca. Höchstinteressant ist auch die Geschichte von Gawłów. Gawłów war bis zum Jahre 1945 von deutschen Ansiedlern und ihren Nachkommen bewohnt, die sich während der Josephinismus` Ansiedlung nach der ersten Teilung von Polen hier niedergelassen haben. Bis zum Zweiten Weltkrieg funktionierte in einer Nachbarortschaft eine deutsche Schule. Bemerkenswert ist auch das, dass polnisches und deutsches Volk anderthalb Jahrhunderte in voller Harmonie und Ehre zusammen gelebt haben. Während des 2. Weltkrieges kam es auf dem Bochniauer Gebiet zu vielen tragischen Ereignissen. Am 10. September 1939 fand ein Waffenkampf am Rande des Niepołomicki Urwaldes statt. Über 50 Soldaten, die der Krakauer Armee angehörten, kamen damals ums Leben. Ein anderes Drama spielte sich am 25. August 1942 in Baczków ab. Über 500 Juden wurden wegen der Ghettoliquidierung von den Deutschen erschossen. Am Rande des Urwaldes gibt es heute Denkmäler zur Erinnerung an dieses Ereignis. In Nieszkowice Wielkie gibt es dagegen ein Denkmal der Fliegergruppe „Liberator“, die im Warschauer Aufstand den Aufständischen mitgeholfen hat. In Grabina haben Faschisten im Januar 1945 das ganze Dorf pazifiziert und sie haben viele Einwohner erschossen.

Via Regia Antiqua

    Die interessanteste Trasse in Bochniauer Gemeinde ist Via Regia Antiqua. Dieser geschichtliche Weg ist ein Teil vom Bergsteinweg, der auch Königsweg genannt war. Er verband als Verkehrs- und Handelsweg im 12. Jh. Europa mit Ungarn und Ruthenenland. Die kaufmännischen Karawanen zogen hier mit ihren Wagen, die mit Bochniauer Salz, Gewändern aus Flandern, Ostseebernsteinen, Kupfer und Wein aus Ungarn beladen waren. Man konnte hier sogar ein fürstliches oder königliches Gefolge treffen, das sich nach Krakau (damalige Hauptstadt) begab. Der Weg verbindet Bochnia, zwei uralte Ortschaften: Łapczyca und Chełm und Moszczenica mit seiner wilden Landschaft. Es gab hier vor vielen Jahren Weinberge. Einer der Hügel trägt sogar den Namen „Weinberg“. Von diesem besonderen Weg kann man den Durchbruch des Rabaflusses, den Niepołomicki Urwald und die Landschaften von Beskid Wyspowy (Beskiden) und Tatrabergen bewundern. Es gibt hier viele Sehenswürdigkeiten. Zu diesen gehört die gothische Kirche in Łapczyca aus dem Jahre 1340, die von Kasimir dem Großen gestiftet wurde (als Buße für die Liebesbeziehungen mit einer schönen Jüdin Esterka aus Kazimierz). Bis zum Jahre 1733 war das eine Pfarrkirche. Am Anfang des 19. Jahrhunderts wurde diese Kirche geschlossen und teilweise von Okupanten zerstört, die nach Schätzen suchten. Heutzutage funktioniert die Kirche als eine Kapelle. Ursprünglich hatte das Gebäude zwei Schiffe mit einem Sterngewölbe, das durch zwei Pfeiler gestützt war. Heute ist das ein Scheingewölbe. Die Kirche hat auch sehr dünne, behauene Mauern. Am Eingang gibt es spitzbogige Steinportale aus dem 15. Jh. Die Kirche ist von einem Kranz der alten Linden (Naturdenkmäler) umgeben. Neben der Kirche gibt es ein hölzerner Eisbrecherglockenturm aus dem 18. Jh. Jedes Jahr wallfahrten die Menschen hierher im Juli zum Fest von Skapuliergottesmutter zur Erinnerung an die Rettung vor der Choleraepidemie im Jahre 1849. Die Kirche des Bożogrobcy Ordens aus dem 17. Jh. wurde in Chełm in den Jahren 1738-1749 im Barockstil am Platz von zwei ehemaligen Holzkirchen errichtet. Sie und der Glockenturm, in dem sich das Pfarrmuseum befindet, zeugen von der Größe der Pfarrgemeinde, die über 800 Jahre alt ist. In der Sakristei kann man eine Waldmalerei aus dem 18. Jh. sehen, die die Mönche aus Chełm schildert. An die Gründer der Pfarrgemeinde erinnern auch Doppelkreuze, die das Kirchendach und den Glockenturm kränzen. Von großer Bedeutung ist auch das Museum der Gottesgrabschützer, in dem sich wertvolle Ausstellungsstücke (aus den 16.-20. Jh.) befinden.U.a.: Meßgewändersammlung (aus den 17.-19. Jh.), alte liturgische Bücher, einzigartige Pfarrchroniken aus dem 16. Jh., vom 17. Jh. geführte Pfarrbücher, Bestandsverzeichnisse, Entwürfe, Landkarten, Meßbücher und viele andere. Die aus dem Jahre 1751 stammende Holzfigur von Jan Nepomucen und ein modernes Flachrelief, das den Ursprung der Pfarrgemeinde schildert, sind die wichtigsten Ausstellungsstücke des Glockenturms.

Touristenanziehungspunkten

Die Herberge und der Skilift in Wola Nieszkowska
Die 10 km von Bochnia entfernte Herberge liegt 350 m ü. M. Sie steht das ganze Jahr über den Touristen zur Verfügung. Sie verfügt über 20 Schlafplätze, eine Küche, einen Kaminraum, einen Jugendklub. Es gibt dort auch einen Grillplatz und einen Lagerfeuerplatz. Am Nordbergabhang, der 500 m lang ist, befindet sich der Skilift. Im Winter ist der Bergabhang beleuchtet und künstlich beschneit. Nach Wola Nieszkowska kann man mit dem Bus Nr 2 kommen, der vom Bochnia- Zentrum abfährt. Die Fahrt dauert 15 Minuten. Man kann auch mit einem eigenen Auto kommen, denn in Wola gibt es zwei Parkplätze (neben der Herberge und am Bergabhangfuß).

Die Schwimmhalle in Proszówki
I
n Proszówki, an der Straße Bochnia- Zielona befindet sich eine Schwimmhalle, die mit Sonnenkollektoren beheizt ist (einzig in Kleinpolen), Sportplätze und Tennisplätze. Im Winter funktioniert hier auch ein Kunsteisfeld mit Schlittschuhausleihstation. Die Übernachtung ist auch möglich, und dabei das Organisieren „der Grünen Schule“. Die Schwimmhalle ist nicht groß, aber sehr modern. Das Schwimmbad ist 25 m lang und 12,5 m breit (6 Fachwasser) und 1,2m-1,8m tief und besitzt ein Zertifikat des Polnischen Schwimmverbands für Veranstaltung vom Wettschwimmen. Ein Erholungsschwimmbad 12x6m macht den Benutzern auch Spaß. Es wurde mit Wassermassagegeräten ausgestattet. Wärmeres Wasser ist vor allem bei den Jüngsten beliebt. Im Rehabilitationsschwimmbad für 12 Personen gibt es Jodbromsalzwasser von einer Lagerstätte in Łapczyca. Am Schwimmbad gibt es auch eine 48m lange Rutsche. An der Schwimmhalle gibt es einen großen Parkplatz. Mit den Bussen Nr 7 und 8 kommt man vom Bochnia-Zentrum zur Schwimmhalle.

Fischwirtschaft NEPTUN
In Nieprześnia (in der Nähe vom Weg Pogwizdów-Sobolów) befindet sich eine Fischwirtschaft „Neptun“, die durch Agrotourismus bekannt ist. Die Kommenden können hier angeln, Wasserrad oder Boot fahren und abends am gebratenen Fisch sitzen und sich amüsieren. Restaurierte Adelherrhöfe in Nieprześnia passen sehr gut zur Landschaf

Radwege
Die Schönheit der Bochniauer Gegend kann man auch bewundern, indem man eine Radtour unternimmt. Bemerkenswert sind folgende Strecken: -„Die obere Landstraße“- Górny Gościniec, die von Bochnia duch Łapczyca nach Chełm führt. Man kann hier außer Sehenswürdigkeiten auch Rabas Flussschleife und den Niepołomicki Urwald bewundern.
-der Weg Czyżyczka- Berdychów, der Gierczyce und Pogwizdów verbindet. Hier sieht ma Beskid Wyspowy (Beskiden) und Via Regia Antiqua.
- der Lößengpaß von Gorzków nach Brzeźnica, der auch viele Radfahrer und Spazierende verlockt. - der Weg von Buczyna nach Stradomka ist sehr steil. Dank der wunderschönen Landschaften werden wir schöne Erinnerungen haben.
- Radwege um den Niepołomicki Urwald herum sind auch bei allen beliebt. Sie zeigen uns die Schönheit der Natur.